Wie den Schummel-Diesel loswerden?

Für Käufer von Dieselfahrzeugen mit EA189-Motor (sogenannte Schummel-Diesel – VW, Audi, Skoda, SEAT) gibt es nun eine zweite Chance, wie sie das Fahrzeug wieder loswerden können, auch wenn der Verkäufer keine Gewähr mehr leisten muss.

Die bekannte erste Chance ist eine Klage gegen den VW-Konzern auf Schadensersatz wegen sit­ten­wi­driger Schädigung (§ 826 BGB). Dazu liegen eine Reihe von Urteilen vor, die den geschädigten VW-Kun­den Recht geben (z.B. die Landgerichte in Frankfurt, Darmstadt, Paderborn, Hildesheim, Karlsruhe usw.) HINWEIS: Solche Schadensersatzansprüche unterliegen mit Ablauf des 31.12.2018 der Verjährung.

Die (neue) zweite Chance richtet sich auf Umwegen gegen den Verkäufer, wenn der Schummel-Diesel finanziert oder privat geleast wurde (hier bereits kurz angerissen). Dann kann der PKW-Käufer ggf. den Darlehnsvertrag (z.B. mit der Audi-Bank) trotz verstrichener Widerrufsfrist noch widerrufen, wodurch auch das verbundene Geschäft „Autokauf“ zu Fall gebracht wird.

Voraussetzung für diese zweite Chance ist, dass die Widerrufsbelehrung z.B. im Kreditvertrag nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Inzwischen liegen vier Urteile vor, die davon ausgehen, dass die Widerrufsbelehrungen im VW-Konzern beim finanzierten Autokauf fehlerhaft sind: