Noch eine Musterfeststellungsklage

Im Schatten der gehypten Musterfeststellungsklage (MFK) ge­gen VW wird eine weitere MFK ge­gen die Mer­ce­des Benz Bank AG vor dem OLG Stutt­gart ganz über­sehen (Az. 6 MK 1/18). Dabei hat es diese MFK wirk­lich in sich. In Stutt­gart geht es um die Frage, ob sich Verbrau­cher nicht nur von ih­rem Autokredit, sondern gleichzeitig von ihrem Auto tren­nen kön­nen, weil die Wider­rufs-Info im Kredit­ver­trag falsch ist … der sogenannte Widerrufs-Joker. Mit diesem Joker können Verbraucher nicht nur Dieselfahrzeuge los­wer­den, sondern auch Benziner.

Gleichzeitig wird in Stuttgart geklärt, ob sich der Verbrauchen im Falle des Widerrufs eine Nutzungs­ent­schä­digung für gefahrene Kilometer anrechnen lassen muss oder nicht (so sehen es Urteile der Land­gerichte in Ravensburg und Augsburg).

Verbraucher, die ihren Wagen im Rahmen eines verbundenen Geschäfts bei der Mercedes Benz Bank finanziert haben, sollten sich schnell dieser MFK anschließen und registrieren, den am 25. Januar 2019 ist bereits Termin und dann ist die Registrierung nicht mehr möglich. Bislang haben nur ca. 600 Ver­brau­cher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht (bei der MFK gegen VW sind es über 370.000).

Hier finden Sie das Registrierungsformular, das Sie herunterladen und nach Ausfüllen per au­to­ma­ti­sier­ter Email an das Bundesamt für Justiz senden.

Dem Verfahren können Sie sich kostenlos anschließen. Das Kostenrisiko im Falle einer Niederlage trägt nur der klagende Verein.